Coaching
Coaching
Was bedeutet „wingwave“?
Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann auf der anderen Seite der Erde die gesamte Wetterlage ändern, wenn der „wing“ punktgenau an der richtigen Stelle schwingt.
Für die Psychologen und Begründer der wingwave-Methode Cora Besser-Siegmund und Harry Siegmund steht diese Metapher sinnbildlich für die Effizienz eines präzise eingesetzten Kurzzeit-Coachings. Der Wortteil „wave“ wird hier im Sinne des englischen Begriffs „brainwave“ eingesetzt, der „Geistesblitz“ oder „Einfall“ bedeutet. Das wingwave-Coaching soll „brainwaves“ erzeugen , die unsere emotionale Balance, Zielfokussierung und Leistungsfähigkeit steigern.
Was ist wingwave-Coaching?
Wingwave ist ein emotionsfokussierendes Kurzzeit-Coaching, das blockierende Stressreaktionen auf mentaler und körperlicher Ebene lösen, die emotionale Balance aufbauen und den Zugang zu den individuellen Ressourcen stärken soll.
Mit Hilfe von wingwave kann „erstaunlich rasch ein positives Emotionsklima in der Erlebniswelt des Menschen“ geschaffen werden (Besser-Siegmund & Siegmund, 2015, S.8).
Im wingwave – Coaching werden aktuelle Belastungen im beruflichen oder privaten Kontext fokussiert, welche die mentalen und körperlichen Reaktionen auf bestimmte Erlebnisinhalte in der Gegenwart stark beeinflussen bzw. „triggern“ können. Dabei haben Emotionen eine besondere Schlüsselfunktion, da sie wie ein Kompass zu unverarbeiteten bzw. blockierenden Erlebnisinhalten führen.
Ziel von wingwave ist es die belastenden Erlebnisinhalte mit Hilfe einer bilateralen Hemisphärenstimulation in das individuelle Erfahrungswissen zu integrieren und auf diesem Wege übermäßig starke Stressreaktionen auf ein Maß zu reduzieren, das den Klienten wieder in den „Flow“ seiner mentalen Ressourcen kommen und flexibel reagieren lässt. Auch werden mentale Blockaden gelöst, die eine gewünschte weitere Steigerung der beruflichen Leistung erschweren.
Wingwave – Coaching wird auch bei der Lösung spezifischer Ängste wie z.B. Zahnarztphobie, Flugangst, Prüfungs- oder Publikumsangst erfolgreich eingesetzt.
Was bedeutet „wingwave“?
Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann auf der anderen Seite der Erde die gesamte Wetterlage ändern, wenn der „wing“ punktgenau an der richtigen Stelle schwingt.
Für die Psychologen und Begründer der wingwave-Methode Cora Besser-Siegmund und Harry Siegmund steht diese Metapher sinnbildlich für die Effizienz eines präzise eingesetzten Kurzzeit-Coachings. Der Wortteil „wave“ wird hier im Sinne des englischen Begriffs „brainwave“ eingesetzt, der „Geistesblitz“ oder „Einfall“ bedeutet. Das wingwave-Coaching soll „brainwaves“ erzeugen , die unsere emotionale Balance, Zielfokussierung und Leistungsfähigkeit steigern.
Was ist wingwave-Coaching?
Wingwave ist ein emotionsfokussierendes Kurzzeit-Coaching, das übermäßig heftige, blockierende Stressreaktionen auf mentaler und körperlicher Ebene lösen, die emotionale Balance aufbauen und den Zugang zu den individuellen Ressourcen stärken soll.
Mit Hilfe von wingwave kann „erstaunlich rasch ein positives Emotionsklima in der Erlebniswelt des Menschen“ geschaffen werden (Besser-Siegmund & Siegmund, 2015, S.8).
Im wingwave – Coaching werden aktuelle Belastungen im beruflichen oder privaten Kontext und auch ähnliche Situationen aus der persönlichen Biographie fokussiert, welche die mentalen und körperlichen Reaktionen auf bestimmte Erlebnisinhalte in der Gegenwart stark beeinflussen bzw. „triggern“ können. Dabei haben Emotionen eine besondere Schlüsselfunktion, da sie wie ein Kompass zu unverarbeiteten bzw. blockierenden Erlebnisinhalten führen.
Ziel von wingwave ist es die belastenden Erlebnisinhalte mit Hilfe einer bilateralen Hemisphärenstimulation in das individuelle Erfahrungswissen zu integrieren und auf diesem Wege übermäßig starke Stressreaktionen auf ein Maß zu reduzieren, das den Klienten wieder in den „Flow“ seiner mentalen Ressourcen kommen und flexibel reagieren lässt. Auch werden mentale Blockaden gelöst, die eine gewünschte weitere Steigerung der beruflichen Leistung erschweren.
Wingwave – Coaching wird auch bei der Lösung spezifischer Ängste wie z.B. Zahnarztphobie, Flugangst, Prüfungs- oder Publikumsangst erfolgreich eingesetzt.
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Die wingwave-Begründer entwickelten die zentrale Technik EMDR Eye Movement Desensitization and Reprocessing bzw. Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung) der bekannten Traumatherapie nach Dr. Francine Shapiro zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS) für den Coaching-Kontext weiter. EMDR wird im wingwave-Coaching bei den „little t´s“, also „kleinen Traumata“ oder sinngemäß „alltäglichen“ Stressoren angewendet.
Wie wirkt wingwave-Coaching?
In den folgenden Abschnitten beschreibe ich die drei Methoden, die im wingwave-Coaching eingesetzt werden:
Die bilaterale Hemisphärenstimulation, den Myostatik-Test und das Neurolinguistische Coaching.
Bilaterale Hemisphärenstimulation
Mentale Blockaden werden durch die EMDR – Technik bzw. die bilaterale Hemisphärenstimulation gelöst: „Rapid eye movements“, also schnelle Augenbewegungen, finden eigentlich in unseren nächtlichen Traumschlafphasen (REM-Phasen) statt und unterstützen die zerebralen Informationsverarbeitungsprozesse, in denen die Erlebnisinhalte des Tages, also Sinneseindrücke und Emotionen, in bereits vorhandenes Erfahrungswissen im Langzeitgedächtnis integriert und abgespeichert werden.
Dabei wird vermutet, dass die rapiden Rechts-Links- Bewegungen der Augen eine bilaterale Hemisphärenstimulation, das heißt eine optimale Zusammenarbeit der rechten und linken Gehirnhälfte bewirken, wodurch neue Erlebnisse besser verarbeitet werden können.
Im wingwave-Coaching werden nun diese REM-Phasen im wachen Zustand erzeugt: Zunächst visualisiert der Klient bzw. die Klientin die problematische Situation in Form eines prägnanten Bildes, Satzes oder Wortes. Sobald der Fokus gesetzt ist, folgt sie mittels schneller horizontaler Augenbewegungen der Rechts – Links – Handbewegung des Coachs bis eine Entspannungsreaktion zu beobachten ist wie z.B. ein tiefes Durchatmen. Dies geschieht meist innerhalb weniger Sekunden und geht oft schon bereits nach den ersten Interventionen mit einem spürbaren Rückgang der negativen Gefühle und körperlichen Stressreaktion (z.B. Druck auf der Brust, Kloß im Hals) einher.
Die Augenmotorik unterstützt die Verarbeitung von belastendem Alltagsstress und schafft emotionale und kognitive Flexibilität im Umgang mit stressreichen Alltagssituationen: Der Coaching-Klient ist nicht länger „vor Angst wie gelähmt“ oder von einer anderen Emotion wie z.B. Ärger oder Scham wie blockiert, die ihn nur auf eine bestimmte Weise reagieren lässt. So bewirkt die Erinnerung an die belastende Situation nun eine deutlich weniger starke Aktivierung der negativen Emotion im limbischen System, unserem „Emotionsgedächtnis“. Es wird eine Regulation der emotionalen und vegetativen Antwort auf die Situation erzeugt, die zuvor eine starke Stressreaktion ausgelöst hat. Auf kognitiver Ebene werden Gedankenblockaden gelöst und kreative mentale Prozesse wieder in Fluss gebracht. Der wieder mögliche Zugriff auf die individuellen Ressourcen (z.B. Fähigkeiten, Fertigkeiten, Persönlichkeitseigenschaften) motiviert und inspiriert bei der Bewältigung der nicht länger als bedrohlich, sondern im positiven Sinne herausfordernd erlebten Situation.
Die wingwave-Methode bietet zudem die Möglichkeit des „Belief-Coachings“, das positive innere Glaubenssätze stärkt, die entscheidend auf die innere Balance, das Selbstwertgefühl, die wahrgenommene Selbstwirksamkeit und damit auf das individuelle Leistungsvermögen einwirken.
Die beschriebenen Effekte der „wachen“ REM-Phasen treten auch bei seitenwechselnden auditiven oder taktilen Reizen auf. Abwechselndes Tippen auf die linke und rechte Schulter oder abwechselndes Schnipsen können die Gehirnhemisphären entsprechend stimulieren.
Es gibt auch spezielle „wingwave – Musik“, die per Kopfhörer abwechselnd mit dem rechen und linken Ohr gehört wird und so als auditives Interventions-Tool „für zu Hause“ eingesetzt werden kann. Im Coachingprozess wird jedoch die Augenstimulation bevorzugt, da sich herausgestellt hat, dass die schnelle Augenmotorik besonders effektiv wirkt
Der Myostatik-Test als Coaching-Kompass
Kann der stressauslösende Aspekt einer Situation direkt benannt werden (z.B. ein Wort, Satz, Bild, Geste etc.), wird die Technik der „wachen“ REM-Phasen während der Fokussierung der belastenden Erlebnisinhalte eingesetzt.
Ist der spezifische Stress – Trigger einer Situation zunächst aber nicht benennbar, dient der Myostatik – bzw. der Muskel-Feedback-Test dazu diesen Stressor in der aktuellen Belastungssituation und meist auch in vergangenen oder zukünftig erwarteten stressreichen Situationen zu finden. Der Test wird wie ein Kompass auf dem Weg zum Ziel eingesetzt. Dabei werden die Wirkzusammenhänge zwischen Muskelkraft, Gedanken und Emotionen genutzt. Schon Redewendungen wie z.B.: „vor Angst wie gelähmt sein“, „weiche Knie bekommen“, „den Kopf hängen lassen“ oder „etwas verkraften können“ weisen auf den Zusammenhang zwischen psychischer Verfassung und Muskelkraft hin.
Unsere Hand wird aufgrund ihrer vielen feinmotorischen Funktionen auf einzigartige Weise von sehr vielen motorischen und sensiblen Nerven versorgt und ist daher durch eine besonders große „Steuerungsfläche“ neuronal im Großhirn repräsentiert. Gibt es zerebral nun Koordinationsschwierigkeiten, da für einen bestimmtes stressreiches Erlebnis kein Handlungskonzept besteht, das auf Vorwissen basiert, zeigt sich dies im Bruchteil einer Sekunde in der Schwächung der Handmuskelkraft. In alten Filmen wurde dieses Phänomen oft mit dem berühmten Glas, das im Schreck fallengelassen wird, dargestellt.
Daher wird während der mentalen Fokussierung eines emotional negativ besetzten Satzes, Wortes, Gegenstands oder imaginierten Bildes die Muskelkraft in Daumen und Zeigefinger getestet. Die Coaching-Klientin formt mit Daumen und Zeigefinger einen Ring, den sie mit maximaler Kraft zusammenhält. Ist der Ring bei einem bestimmen Wort oder einer Aussage sehr leicht zu öffnen, zeigt dies, dass sie dieses Thema nicht „verkraften“ kann bzw. gestresst darauf reagiert. Hält der Ring, reagiert sie mental ausgeglichen bzw. neutral auf das Thema.
Fast jeder von uns kennt das Phänomen, dass wir auf manche Situationen, die wir „rational“ als mäßig belastend oder stressreich einschätzen würden, „unangemessen“ heftig reagieren. Im Nachhinein fällt es uns schwer zu erklären, warum wir so „emotional“, z.B. sehr ängstlich, wütend, traurig oder beschämt „überreagiert“ haben. Wir erinnern uns oft nicht an die ursprüngliche Belastungssituation, in der die Verknüpfung mit einer starken negativen Emotion stattgefunden hat. Später reicht ein ähnlicher situativer Stimulus aus, um im limbischen System unseres Gehirns, in dem der emotionale Gehalt erlebter Ereignisse gespeichert wird, assoziativ das entsprechende Gefühl auszulösen, das im Bruchteil einer Sekunde präsent ist. Erst dann suchen wir einen „logischen“ Grund, warum wir uns gerade so verärgert, ängstlich etc. fühlen. Dies läuft meist unbewusst und schnell ab und führt uns in der Regel nicht zu der eigentlichen Ursache, dem früheren Stresserlebnis, das uns heute in ähnlichen Situationen wie damals Fühlen, Denken und meist auch Handeln lässt. Der Myostatik-Test dient in seiner Kompassfunktion daher auch dazu diese ursprünglichen stressauslösenden Erlebnisinhalte zu ermitteln.
Neurolinguistisches Coaching (NLC)
Neurolinguistisches Coaching meint den präzisen Einsatz von emotionsdefinierten Wörtern und Sätzen („Vita-Sprache“) während der Ausführung des Myostatik-Tests im Coaching-Prozess. Die Fokussierung emotionsgeladener Sprache führt direkt zu den zu bearbeitenden Coachingthemen, die für den Klienten zu dem Zeitpunkt des Coachings „dran“ sind. Sie ermöglicht auch die direkte Überprüfung der Wirkung des Coachings. Der Begriff „neurolinguistisch“ steht für die neuronalen Verknüpfungen unseres zentralen Nervensystems, die unser Erleben und Verhalten organisieren, sowie für die sprachliche Abbildung und Erreichbarkeit der neuronalen Strukturen durch Wörter (Besser-Siegmund & Siegmund, 2015). NLC ist aus der Methode des „Neurolinguistischen Programmierens“ (NLP) abgeleitet, das davon ausgeht, dass Befindlichkeiten und Verhaltensweisen des Menschen auf kognitiven Strategien und Programmen basiert, die aktuell mehr oder weniger nützlich sind und verändert werden können.
Weitere Informationen, Buchempfehlungen und Videos über wingwave finden Sie unter:
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Dabei wurde die zentrale Technik EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing bzw. Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung) der bekannten Traumatherapie nach Dr. Francine Shapiro zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS) für den Coaching-Kontext weiterentwickelt. EMDR wird im wingwave-Coaching bei den „little t´s“, also „kleinen Traumata“ oder sinngemäß „alltäglichen“ Stressoren angewendet.
Wie wirkt wingwave-Coaching?
Im folgenden Abschnitten beschreibe ich die drei Methoden, die im wingwave-Coaching eingesetzt werden:
Die bilaterale Hemisphärenstimulation, den Myostatik-Test und das Neurolinguistische Coaching.
Bilaterale Hemisphärenstimulation
Mentale Blockaden werden durch die EMDR – Technik bzw. die bilaterale Hemisphärenstimulation gelöst: „Rapid eye movements“, also schnelle Augenbewegungen, finden eigentlich in unseren nächtlichen Traumschlafphasen (REM-Phasen) statt und unterstützen die zerebralen Informationsverarbeitungsprozesse, in denen die Erlebnisinhalte des Tages, also Sinneseindrücke und Emotionen, in bereits vorhandenes Erfahrungswissen im Langzeitgedächtnis integriert und abgespeichert werden.
Dabei wird vermutet, dass die rapiden Rechts-Links- Bewegungen der Augen eine bilaterale Hemisphärenstimulation, das heißt eine optimale Zusammenarbeit der rechten und linken Gehirnhälfte bewirken, wodurch neue Erlebnisse besser verarbeitet werden können.
Im wingwave-Coaching werden nun diese REM-Phasen im wachen Zustand erzeugt: Zunächst visualisiert der Klient bzw. die Klientin die problematische Situation in Form eines prägnanten Bildes, Satzes oder Wortes. Sobald der Fokus gesetzt ist, folgt sie mittels schneller horizontaler Augenbewegungen der Rechts – Links – Handbewegung des Coachs bis eine Entspannungsreaktion zu beobachten ist wie z.B. ein tiefes Durchatmen oder Gähnen. Dies geschieht meist innerhalb weniger Sekunden und geht oft schon bereits nach den ersten Interventionen mit einem spürbaren Rückgang der negativen Gefühle und körperlichen Stressreaktion (z.B. Druck auf der Brust, Kloß im Hals) einher.
Die Augenmotorik unterstützt die Verarbeitung von belastendem Alltagsstress und schafft emotionale und kognitive Flexibilität im Umgang mit stressreichen Alltagssituationen: Der Coaching-Klient ist nicht länger „vor Angst wie gelähmt“ oder von einer anderen Emotion wie z.B. Ärger oder Scham wie blockiert, die ihn nur auf eine bestimmte Weise reagieren lässt. So bewirkt die Erinnerung an die belastende Situation nun eine deutlich weniger starke negative Emotion im limbischen System, insbesondere in der Amygdala. Es wird eine Regulation der emotionalen und vegetativen Antwort auf die Situation erzeugt, die zuvor eine starke Stressreaktion ausgelöst hat. Auf kognitiver Ebene werden Gedankenblockaden gelöst und kreative mentale Prozesse wieder in Fluss gebracht. Der nun wieder mögliche Zugriff auf die individuellen Ressourcen (z.B. Fähigkeiten, Fertigkeiten, Persönlichkeitseigenschaften) motiviert und inspiriert bei der mentalen und tatsächlichen Bewältigung der nicht länger als bedrohlich, sondern im positiven Sinne herausfordernd erlebten Situation.
Die wingwave-Methode bietet zudem die Möglichkeit des „Belief-Coachings“, das positive innere Glaubenssätze stärkt, die entscheidend auf die innere Balance, das Selbstwertgefühl, die wahrgenommene Selbstwirksamkeit und damit auf das individuelle Leistungsvermögen einwirken.
Die beschriebenen Effekte der „wachen“ REM-Phasen treten auch bei seitenwechselnden auditiven oder taktilen Reizen auf. Abwechselndes Tippen auf die linke und rechte Schulter oder abwechselndes Schnipsen können die Gehirnhemisphären entsprechend stimulieren.
Die wingwave-Begründer bieten daher spezielle wingwave – Musik an, die per Kopfhörer abwechselnd mit dem rechen und linken Ohr gehört wird und so als auditives Interventions-Tool „für zu Hause“ eingesetzt werden kann. Im wingwave-Coachingprozess wird jedoch die Augenstimulation bevorzugt, da sich herausgestellt hat, dass die schnelle Augenmotorik besonders effektiv wirkt.
Der Myostatik-Test als Coaching-Kompass
Kann der stressauslösende Aspekt einer Situation direkt benannt werden (z.B. ein Wort, Satz, Bild, Geste etc.), wird die Technik der „wachen“ REM-Phasen während der Fokussierung der belastenden Erlebnisinhalte eingesetzt.
Ist der spezifische Stress-Trigger einer Situation zunächst aber nicht benennbar, dient der Myostatik-bzw. der Muskel-Feedback Test dazu diesen Stressor in der aktuellen Belastungssituation und meist auch in vergangenen oder zukünftig erwarteten stressreichen Situationen zu finden. Der Test wird wie ein Kompass auf dem Weg zum Ziel eingesetzt. Dabei werden die Wirkzusammenhänge zwischen Muskelkraft, Gedanken und Emotionen genutzt. Schon Redewendungen wie z.B.: „vor Angst wie gelähmt sein“, „weiche Knie bekommen“, „den Kopf hängen lassen“, „den Boden unter den Füßen verlieren“ oder „etwas verkraften können“ weisen auf den Zusammenhang zwischen psychischer Verfassung und Muskelkraft hin.
Unsere Hand wird aufgrund ihrer vielen feinmotorischen Funktionen auf einzigartige Weise von sehr vielen motorischen und sensiblen Nerven versorgt und ist daher durch eine besonders große „Steuerungsfläche“ neuronal im Großhirn repräsentiert. Gibt es zerebral nun Koordinationsschwierigkeiten, da für einen bestimmtes stressreiches Erlebnis kein Handlungskonzept besteht, das auf Vorwissen basiert, zeigt sich dies im Bruchteil einer Sekunde in der Schwächung der Handmuskelkraft. In alten Filmen wurde dieses Phänomen oft mit dem berühmten Glas, das im Schreck fallengelassen wird, dargestellt.
Daher wird während der mentalen Fokussierung eines emotional negativ besetzten Satzes, Wortes, Gegenstands oder imaginierten Bildes die Muskelkraft in Daumen und Zeigefinger getestet. Der Coaching-Klient formt mit Daumen und Zeigefinger einen Ring, den sie oder er mit maximaler Kraft zusammenhält (Besser-Siegmund & Siegmund, 2015). Ist der Ring bei einem bestimmen Wort oder einer Aussage sehr leicht zu öffnen, zeigt dies, dass sie dieses Thema nicht „verkraften“ kann bzw. gestresst darauf reagiert. Hält der Ring, reagiert sie mental ausgeglichen bzw. neutral auf das Thema.
Fast jeder von uns kennt das Phänomen, dass wir auf manche Situationen, die wir „rational“ als mäßig belastend oder stressreich einschätzen würden, „unangemessen“ heftig reagieren. Im Nachhinein fällt es uns schwer zu erklären, warum wir so „emotional“, z.B. sehr ängstlich, wütend, traurig oder beschämt „überreagiert“ haben. Wir erinnern uns oft nicht an die ursprüngliche Belastungssituation, in der die Verknüpfung mit einer starken negativen Emotion stattgefunden hat. Später reicht ein ähnlicher situativer Stimulus aus, um im limbischen System unseres Gehirns, in dem der emotionale Gehalt erlebter Ereignisse gespeichert wird, assoziativ das entsprechende Gefühl auszulösen, das im Bruchteil einer Sekunde präsent ist. Erst dann suchen wir einen „logischen“ Grund, warum wir uns gerade so verärgert, ängstlich etc. fühlen. Dies läuft meist unbewusst und schnell ab und führt uns in der Regel nicht zu der eigentlichen Ursache, dem früheren Stresserlebnis, das uns heute in ähnlichen Situationen wie damals Fühlen, Denken und meist auch Handeln lässt. Der Myostatik-Test dient in seiner Kompassfunktion daher auch dazu diese ursprünglichen stressauslösenden Erlebnisinhalte zu ermitteln.
Neurolinguistisches Coaching (NLC)
Neurolinguistisches Coaching meint den präzisen Einsatz von emotionsdefinierten Wörtern und Sätzen („Vita-Sprache“) während der Ausführung des Myostatik-Tests im Coaching-Prozess. Die Fokussierung emotionsgeladener Sprache führt direkt zu den zu bearbeitenden Coachingthemen, die für den Klienten zu dem Zeitpunkt des Coachings „dran“ sind. Sie ermöglicht auch die direkte Überprüfung der Wirkung des Coachings. Der Begriff „neurolinguistisch“ steht für die neuronalen Verknüpfungen unseres zentralen Nervensystems, die unser Erleben und Verhalten organisieren, sowie für die sprachliche Abbildung und Erreichbarkeit der neuronalen Strukturen durch Wörter (Besser-Siegmund & Siegmund, 2015). NLC ist aus der Methode des „Neurolinguistischen Programmierens“ (NLP) abgeleitet, das davon ausgeht, dass Befindlichkeiten und Verhaltensweisen des Menschen auf kognitiven Strategien und Programmen basiert, die aktuell mehr oder weniger nützlich sind und verändert werden können.
Weitere Informationen, Buchempfehlungen und Videos über wingwave finden Sie unter: